16 Tage gegen Gewalt an Frauen und Mädchen

Die „16 Tage gegen Gewalt an Frauen und Mädchen“ sind eine weltweite Kampagne, die sich gegen Gewalt an Frauen und Mädchen einsetzt. Sie findet jedes Jahr vom 25. November, dem Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen, bis zum 10. Dezember, dem Tag der Menschenrechte, statt.

Die Kampagne wurde 1991 vom Women’s Global Leadership Institute ins Leben gerufen, das vom Center for Women’s Global Leadership der Rutgers University organisiert wird.

Seitdem machen über 6.000 Organisationen in 187 Ländern mit. Die Aktion will zeigen, wie verbreitet Gewalt gegen Frauen ist, und darauf aufmerksam machen, dass solche Gewalt nicht nur die Betroffenen, sondern auch die Gesellschaft als Ganzes schädigt.

Der Gedenktag am 25. November erinnert an die Ermordung der Mirabal-Schwestern, die 1960 in der Dominikanischen Republik vom militärischen Geheimdienst getötet wurden. Sie hatten sich im Untergrund gegen die Diktatur von Rafael Trujillo engagiert.

1981 wurde dieser Tag von lateinamerikanischen und karibischen Feministinnen auf einem Treffen in Bogotá als Gedenktag für Opfer von Gewalt an Frauen und Mädchen ausgerufen. Seit 1999 ist er auch ein offizieller internationaler Gedenktag der Vereinten Nationen.

Das „Center for Women’s Global Leadership“ startete 1991 die Kampagne „16 Days of Activism Against Gender Violence“, die mittlerweile von über 6.000 Organisationen in 187 Ländern unterstützt wird. Die jährliche Aktion beleuchtet wechselnde Themen, wie 2022 den Fokus auf #LetsEndFemicide.

Gewalt geschieht oft dort, wo man sich eigentlich sicher fühlen sollte – zu Hause. Eine Studie aus dem Jahr 2021 von Statistik Austria zeigt, dass in Österreich jede dritte Frau von Gewalt betroffen ist. Gewalt kann viele Formen annehmen, wie körperliche, sexuelle, psychische oder wirtschaftliche Gewalt, aber auch durch gesellschaftliche Strukturen bedingt sein. Häufig treten mehrere dieser Formen gleichzeitig auf.

Maßnahmen der Frauenministerin zu 16 Tagen gegen Gewalt 2024

Die Frauenministerin beteiligt sich mit zahlreichen Maßnahmen an der Kampagne, um ein klares Zeichen gegen Gewalt zu setzen:

Gewaltschutzgipfel 2024 „Gemeinsam gegen Gewalt“

Am 26. November lud die Frauenministerin gemeinsam mit dem Innenminister, der Justizministerin und dem Sozialminister zu einem Gewaltschutzgipfel mit Vertreterinnen und Vertretern aus Gewaltschutzeinrichtungen, der Wissenschaft, Polizei und Justiz ein.

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agenda gewaltschutzgipfel 2024

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Beteiligung an der Kampagne „Orange the World“

Das Bundeskanzleramt beteiligt sich auch heuer – durch eine orange Beleuchtung des Bundeskanzleramtes – an der Kampagne „Orange the World – 16 days of activism against gender-based violence“, die von UN Women – der Organisation der Vereinten Nationen für die Gleichstellung und Ermächtigung der Frauen – während der „16 Tage gegen Gewalt an Frauen“ umgesetzt wird.

Medienkampagne zu Gewalt gegen Frauen

Am 25. November 2024 startete eine Medienkampagne in Onlinemedien und auf Infoscreens öffentlicher Verkehrsmittel, um auf das Hilfsangebot der Gewaltschutzzentren, der Frauenhelpline und der Polizei aufmerksam zu machen. Folgende 3 Sujets kommen zum Einsatz, die Kampagne läuft bis 10. Dezember 2024.

Sujet "Gewalt. Du bist nicht alleine." zur Inseratschaltung der Kampagne Informationsoffensive Gewalt gegen Frauen
Sujet "Gewalt. Es gibt Hilfe." zur Inseratschaltung der Kampagne Informationsoffensive Gewalt gegen Frauen

Es ist wünschenswert, dass wir uns nächstes Jahr auch daran beteiligen.

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