Digitaler Humanismus in der Praxis | Awards
IT-gestütztes Kommunikationsprojekt der Klinik Floridsdorf, IEEE sowie Martin Giesswein und Carina Zehetmaier Premieren-Sieger:innen
Wien (OTS) – 22.01.25
Zum ersten Mal wurden am gestrigen Abend die Digitaler Humanismus in der Praxis Awards vergeben. Diese zeichnen herausragende Projekte, Menschen und Organisationen aus, die den digitalen Wandel mit ethischen Werten verbinden. Zu den Premieren-Sieger:innen kürten sich der Dachverband Wiener Sozialeinrichtungen mit einem Projekt zu IT-unterstützter Kommunikation für Menschen mit Kommunikationsbarrieren in der Klinik Floridsdorf, der Berufsverband IEEE sowie Digitalhumanist Martin Giesswein und Carina Zehetmaier, Kopf und Ambassador des Vereins „Women in AI“. Die e-Democracy-Plattform des Bundesrechenzentrums (BRZ), das Institut für berufsbezogene Information und Schulung, ibis acam, sowie Dr. Anita Eichinger von der Stadt Wien erhielten Sonder-Awards. Vergeben wurden die Preise von msg Plaut sowie Austrian Digital Value (ADV) mit Unterstützung des Vereins zur Förderung des digitalen Humanismus.
Die Jury
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| Thomas Arnoldner A1 Group | Henrietta Egerth FFG | Sabine Herlitschka Infineon | Georg Krause msg Plaut AG | Harald Kräuter ORF | Roland Ledinger Präsident |
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| Hartwig Löger VIG | Wolfgang Müller Stadt Wien | Patricia Neumann SIEMENS | Sarah Spiekermann WU Wien | Gerfried Stocker Ars Electronica | Hannes Werthner TU Wien |

Zum ersten Mal wurden am gestrigen Abend die Digitaler Humanismus in der Praxis Awards vergeben. Diese zeichnen herausragende Projekte, Menschen und Unternehmen aus, die den digitalen Wandel mit ethischen Werten verbinden. Vergeben wurden die Preise von msg Plaut sowie Austrian Digital Value (ADV) mit Unterstützung des Vereins zur Förderung des digitalen Humanismus. Die Entscheidung zugunsten der Sieger:innen traf eine hochkarätig besetzte Jury mit heimischen Größen aus Wirtschaft und Wissenschaft, darunter die Initiatoren Georg Krause (msg Plaut) und Roland Ledinger (BRZ), Thomas Arnolder (A1), Sabine Herlitschka (Infineon), Harald Kräuter (ORF), Hartwig Löger (VIG), Klemens Himpele (Stadt Wien), Patricia Neumann (Siemens), Sarah Spiekermann (WU Wien), Henrietta Egerth (FFG), Gerfried Stocker (Ars Electronica Center) sowie Hannes Werthner (TU Wien).
Projekte, wie wir sie heute gesehen haben, gestalten eine nachhaltige, menschenzentrierte Digitalisierung in Österreich und setzen Maßstäbe für eine positive Zukunft für uns alle. Sie sind wahre Vorbilder, die zeigen, dass sich Innovation und Ethik nicht ausschließen, sondern echten Mehrwert schaffen,
erklärt Dr. Georg Krause, Mitinitiator des Awards und CEO der msg Plaut AG, auf der Award-Verleihung im ORF am Küniglberg.
Begeistert zeigt sich auch Roland Ledinger, Präsident der ADV und Geschäftsführer des BRZ:
Die Qualität der Einreichungen hat uns gezeigt, dass der digitale Humanismus langsam, aber sicher in der Mitte des heimischen Wirtschaftslebens ankommt. Mit dem Award wollen wir dazu beitragen, dass dieser zukunftsorientierte Ansatz weitere Kreise zieht.
34 Einreichungen, 3 Sieger:innen, 3 Sonder-Awards
Für einiges an Arbeit für die hochkarätige Jury, besetzt mit heimischen Größen aus Wirtschaft, Medien und Wissenschaft, sorgten die insgesamt 34 Einreichungen, die zur Premiere der Awards in den drei Kategorien Projekte, Organisationen und Personen abgegeben wurden. Nach einer Vorauswahl blieben auf einer Shortlist in jeder Kategorie drei mögliche Sieger:innen übrig.


Den Award für das Projekt des Jahres konnte die Einführung IT-unterstützter Kommunikation in der Klinik Floridsdorf, eingereicht durch den Dachverband Wiener Sozialeinrichtungen, einstreichen. Die IT-Lösung Asterics Grid, die in Kooperation mit der FH Technikum Wien entwickelt wurde, erlaubt intellektuell eingeschränkten Menschen mit Kommunikationsbarrieren besser mit dem Arzt zu kommunizieren. Über ein Tablet können mittels Icons und einfach verständlicher, grafischer Elemente für die Diagnose wichtige Daten wie Schmerzstärke abgefragt werden. Die Jury überzeugte hier vor allem das auf einfache Handhabung fokussierte Design der Lösung sowie der klare Fokus auf die Bedürfnisse der PatientInnen.
In der Kategorie Organisationen wurde das Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) ausgezeichnet. Als Veranstalter wissenschaftlicher Fachtagungen, Herausgeber akademischer Fachzeitschriften und Entwickler neuer Standards, insbesondere den IEEE 7000 für das Value-based Engineering, erzielt der weltweit agierende Berufsverband eine große Wirkung in der Verbreitung der Prinzipien des Digitalen Humanismus.

Der Award für die Digitaler Humanismus Persönlichkeit des Jahres ging mit gleicher Punktzahl an zwei Personen: Martin Giesswein und Carina Zehetmaier. Während der Digitalhumanist sich, so die Jury, in seiner Rolle als Autor, Berater und Lehrender über Jahre zum Botschafter des Digitalen Humanismus mit weitreichender Strahlkraft aufgeschwungen habe, leiste Zehetmaier als Kopf und Ambassador des Vereins „Women in AI“ einen wichtigen Beitrag in der Förderung von Frauen im Bereich der Künstlichen Intelligenz und habe damit eine bedeutende Vorbildwirkung.
Zu den nominierten Projekten, die am feierlichen Award-Abend ebenfalls ausgezeichnet wurden, zählten in der Kategorie Projekte infomed360, die IT-Plattform für das PatientInnen-Management des IT-Beraters MP2 IT-Solutions, und die Personenzertifizierung zum Value-based Digital Engineering Embassador von Austrian Standards, in der Kategorie Organisationen epicenter.works und VRVis sowie in der Kategorie Personen TU-Wien-Informatik-Professor Dr. Reinhard Pichler.
Darüber hinaus entschied sich die Jury, in jeder Kategorie Sonder-Awards zu vergeben. Diese gingen an die e-Democracy-Plattform des BRZ (Kategorie Projekte), das Bildungsinstitut ibis acam (Kategorie Organisationen), sowie Dr. Anita Eichinger von der Stadt Wien (Kategorie Personen).
Hier die Fotostrecke beim APA Fotoservice
Der Wiener Gesundheitsverbund schreibt:
WIGEV gewinnt mit Projektpartner*innen beim Digitalen Humanismus Award
1. Preis für gemeinsames Pilotprojekt Unterstützte Kommunikation in der Klinik Floridsdorf
Am 21.01.2025 wurde der Wiener Gesundheitsverbund gemeinsam mit dem Dachverband der Wiener Sozialeinrichtungen (DWS) und dem FH Technikum Wien für das Pilotprojekt Unterstützte Kommunikation in der Klinik Floridsdorf mit dem Digitalen Humanismus Award ausgezeichnet. Die Auszeichnung würdigt Initiativen, die digitale Technologien menschlich, inklusiv und wertebasiert gestalten.
Dieses innovative Pilotprojekt verbessert die Gesundheitsversorgung von Menschen mit intellektuellen Beeinträchtigungen und Kommunikationsschwierigkeiten.
Mit dem Pilotprojekt Unterstützte Kommunikation in der Klinik Floridsdorf zeigen wir, wie durch interdisziplinäre Kooperationen optimale und flexible digitale Tools für Patient*innen entwickelt werden können, die eine gelingende Kommunikation auch dort ermöglichen, wo sie bis dato nicht vorhanden war
erklärt Sandra Frauenberger, Geschäftsführerin des Dachverbands Wiener Sozialeinrichtungen.
Was ist Unterstützte Kommunikation?
Seit Sommer 2020 arbeiten die Projektpartner*innen, die von der Wiener Landeszielsteuerungskommission beauftragt wurden, intensiv an diesem Projekt. Gemeinsam wurden innovative Symboltafeln in enger Zusammenarbeit mit Pflegekräften und Logopäd*innen der Klinik Floridsdorf entwickelt und bereits erfolgreich in den Klinikalltag integriert.
Die Software AsTeRICS Grid ermöglicht die individuelle Anpassung der Symboltafeln und Kommunikation durch künstliche Stimmen, indem die Symbole am Bildschirm ausgewählt werden. AsTeRICS Grid wird an der FH Technikum Wien im Rahmen des Forschungsprojektes InDiKo entwickelt, und kann auch außerhalb des Klinikalltags kostenfrei genutzt werden.
Innovative Technologie im Gesundheitswesen unterstützt barrierefreie Teilhabe
Diese Auszeichnung unterstreicht das starke Engagement der Projektpartner*innen für moderne digitale Lösungen im Gesundheitsbereich.
Dieses Projekt zeigt eindrucksvoll, wie innovative Ansätze und digitale Technologien das Gesundheitswesen nachhaltig transformieren und bereichern können. Mit den entwickelten Symboltafeln und der digitalen Unterstützung setzen wir neue Maßstäbe in der barrierefreien Kommunikation mit Patient*innen unserer Kliniken und Bewohner*innen unserer Pflegehäuser
betont Michael Binder, Medizinischer Direktor des Wiener Gesundheitsverbunds.













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