Nachruf auf Theodor Maier
Heute morgen erreichte mich eine traurige Nachricht von Johannes Elischak, er war von 2005-07 im Präsidium des Freidenkerbund Österreichs.
Am 25. Mai 2025 ist Theodor Maier im 83. Lebensjahr nach schwerer Krankheit friedlich eingeschlafen. Mit ihm verliert die Freidenkerbewegung in Österreich eine Persönlichkeit, die durch ihre Klarheit, ihr Engagement und ihren unermüdlichen Einsatz für humanistische und säkulare Werte bleibende Spuren hinterlässt.
Theodor Maier war ein Mann, der nicht viel Aufhebens um sich machte – aber viel bewirkte. Seit dem 20. Mai 2003 war er Schriftführer des Freidenkerbundes Österreich. In dieser Rolle brachte er nicht nur Struktur, sondern auch Substanz in die Vereinsarbeit.
Ab dem 18. Februar 2007 übernahm er die Funktion des Bundesvorsitzenden-Stellvertreters, bis er schließlich am 20. August 2009 zum Bundesvorsitzenden gewählt wurde. Diese verantwortungsvolle Position übte er mit großer Ernsthaftigkeit und menschlicher Wärme bis zur Wahl seines Nachfolgers (und meines Vorgängers) Gerhard Engelmayer am 30. März 2012 aus.
Theodor Maier war kein Lautsprecher, sondern ein aufmerksamer Zuhörer und kluger Analytiker. Seine Beiträge waren stets von Sachlichkeit, aber auch von Prinzipientreue geprägt – eine seltene Mischung, die viele schätzten, nicht zuletzt in schwierigen Debatten.
Sein Wirken bleibt verbunden mit dem Streben nach einer offenen, aufgeklärten Gesellschaft, in der Vernunft und Mitmenschlichkeit keine Gegensätze sind. Der Freidenkerbund Österreich, jetzt Humanistischer Verband Österreich, verdankt ihm nicht nur organisatorische Impulse, sondern vor allem den Geist der Integrität.
Wir verneigen uns in Dankbarkeit vor einem Leben, das dem Denken und der Freiheit gewidmet war. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie und allen, die ihm nahestanden.

Andreas Gradert
Humanistischer Verband Österreich
Präsident
Danke an Johannes Elischak für die Parte, Danke an Karl Linek für das Bild.


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