Stichtag heute: 10. Dezember | Internationaler Tag der Menschenrechte

Der internationale Tag der Menschenrechte ist der Gedenktag zur Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, die am 10. Dezember 1948 durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen mit damals 56 Mitgliedsstaaten in New York verabschiedet wurde. Es war ein historischer Meilenstein, denn erstmals in der Geschichte der Menschheit verständigten sich die UN-Mitgliedsstaaten auf Rechte, die für alle Menschen gelten sollten. Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte spricht jedem Menschen weltweit die gleichen Rechte zu, in Freiheit und Würde ohne Unterschied aufgrund von Hautfarbe, Religion, Sprache, Geschlecht, Religion, politischer oder sonstiger Anschauung, nationaler oder sozialer Herkunft, Vermögen, Geburt oder sonstigem Stand zu leben.

Menschenrechte sind fundamentale Rechte, die jedem Menschen unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Religion oder sozialem Status zustehen. Menschenrechte sind nicht verhandelbar.


Tag der Menschenrechte 2024

Am 10. Dezember 2024 begehen wir den Tag der Menschenrechte unter dem Motto „Unsere Rechte, unsere Zukunft, jetzt“. Dieses Thema betont die unmittelbare Bedeutung der Menschenrechte für unsere Gegenwart und ihre entscheidende Rolle bei der Gestaltung einer gerechten und friedlichen Zukunft.

Erlaubt mir einen tieferen Einblick zu drei Aspekten der Menschenrechte, auf unserer Webseite findet man über 170 Stellen, bei denen die Menschenrechte referenziert werden:

  • Die transformative Kraft,
  • die schützende Funktion und
  • die präventive Rolle der Menschenrechte.
Die transformative Kraft der Menschenrechte

Menschenrechte sind Motoren des sozialen Wandels. Sie bieten Werkzeuge, um Ungerechtigkeiten zu beseitigen und marginalisierte Gruppen zu stärken. Durch die Förderung der Menschenrechte können wir Gesellschaften transformieren und eine gerechtere Welt für kommende Generationen schaffen.

Die transformative Kraft der Menschenrechte beschreibt deren Fähigkeit, tiefgreifende Veränderungen in Gesellschaften herbeizuführen. Sie gehen über den bloßen Schutz des Individuums hinaus und schaffen Grundlagen für soziale, politische und kulturelle Entwicklungen. Menschenrechte wirken transformativ, indem sie bestehende Machtverhältnisse herausfordern, Ungleichheiten abbauen und nachhaltige Veränderungen in Richtung einer gerechteren und inklusiveren Gesellschaft fördern.

Kernaspekte:

PDF

our international work folder 2017

Klick öffnet das Dokument im Vollbild-Lesemodus.

Im Lesemodus öffnen

Beispiele und Quellen:


Die schützende Funktion der Menschenrechte

Rechtliche Rahmenwerke, die auf Menschenrechten basieren, gewährleisten, dass Individuen vor Übergriffen und Diskriminierung geschützt sind. Sie sichern jedem Menschen ein Leben in Würde und Respekt. Der Schutz dieser Rechte ist essenziell, um individuelle Freiheiten zu bewahren und gesellschaftlichen Fortschritt zu ermöglichen.

Das diesjährige Motto unterstreicht die Dringlichkeit, Menschenrechte nicht nur als zukünftiges Ziel zu betrachten, sondern sie im Hier und Jetzt zu verwirklichen. Es erinnert uns daran, dass die Achtung und Förderung der Menschenrechte heute die Grundlage für eine bessere Zukunft legen.

Die schützende Funktion der Menschenrechte bedeutet, dass sie die Würde, Freiheit und grundlegenden Bedürfnisse jedes Menschen vor Übergriffen, Diskriminierung und Missbrauch schützen sollen. Sie dienen als rechtlicher und moralischer Rahmen, der sicherstellt, dass Individuen nicht von staatlichen oder privaten Akteuren in ihren grundlegenden Freiheiten und Rechten verletzt werden.

Kernaspekte:

PDF

aemr

Klick öffnet das Dokument im Vollbild-Lesemodus.

Im Lesemodus öffnen

Beispiele und Quellen:

  • Fallrecht des EGMR: Viele Urteile schützen Bürger vor Menschenrechtsverletzungen durch Staaten, wie z. B. im Fall von Verstößen gegen das Recht auf ein faires Verfahren oder Schutz vor unmenschlicher Behandlung​
    Bundeszentrale für politische Bildung.
  • Amnesty International: Dokumentiert weltweit Fälle, in denen die schützende Funktion der Menschenrechte entscheidend war, wie beim Kampf gegen politische Verfolgung oder bei der Verteidigung von Frauenrechten in patriarchalen Gesellschaften​
    Krisen- und Gewaltprävention, Internationale Friedenssicherung.

Die präventive Rolle der Menschenrechte

Menschenrechte dienen als Schutzschild gegen potenzielle Verletzungen und Missbräuche. Durch die Etablierung gemeinsamer Werte und Prinzipien tragen sie dazu bei, Konflikte zu verhindern und fördern den sozialen Zusammenhalt. Indem wir die Menschenrechte achten, schaffen wir die Grundlage für stabile und friedliche Gesellschaften.

Die präventive Rolle der Menschenrechte beschreibt deren Fähigkeit, als Instrument zur Verhinderung von Konflikten, Gewalt und gesellschaftlicher Ungerechtigkeit zu dienen. Durch die Einhaltung und Förderung von Menschenrechten können soziale Spannungen abgebaut, Diskriminierung verhindert und stabile, gerechte Gesellschaften gefördert werden. Diese präventive Wirkung tritt besonders hervor, wenn Staaten und Organisationen proaktiv Maßnahmen ergreifen, um Menschenrechte zu schützen und zu stärken.

Kernaspekte:

  1. Vorbeugung von Konflikten:
    Menschenrechte schaffen Rahmenbedingungen, die soziale Ungleichheiten und Diskriminierung minimieren, wodurch Ursachen von Konflikten wie Armut, Ungleichheit oder Marginalisierung eingedämmt werden können.
    Quelle: United Nations Development Programme (UNDP)Human Development Report 2000.
  2. Stärkung von Rechtsstaatlichkeit:
    Durch die Sicherstellung von Grundrechten wie Meinungsfreiheit, Gleichheit vor dem Gesetz und Zugang zu Bildung wird die Grundlage für gerechte Gesellschaften gelegt, in denen weniger Spannungen entstehen.
    Quelle: OHCHRUniversal Declaration of Human Rights and Rule of Law.
  3. Förderung sozialer Kohäsion:
    Menschenrechte wirken integrativ, indem sie allen Mitgliedern einer Gesellschaft gleiche Rechte garantieren, unabhängig von Herkunft, Religion, Geschlecht oder anderen Unterscheidungsmerkmalen.
    Quelle: Amnesty InternationalWhy Human Rights Matter.
  4. Vermeidung von Staatszerfall:
    Staaten, die Menschenrechte konsequent achten, haben geringeres Risiko, in Instabilität oder Bürgerkrieg zu geraten. Dies wird durch internationale Studien zu Governance und Menschenrechten bestätigt.
    Quelle: Freedom HouseDemocracy and Human Rights Reports.

Beispiele und Quellen:

Die präventive Rolle der Menschenrechte zeigt sich in internationalen Bemühungen wie der Agenda 2030 der Vereinten Nationen, die nachhaltige Entwicklung und die Förderung von Frieden miteinander verbindet.


Hinweis | Internationaler Tag der Menschenrechte: | Freier Eintritt von 10-18 Uhr im hdgö

Zum Internationalen Tag der Menschenrechte am 10. Dezember öffnet das Haus der Geschichte Österreich seine Türen kostenlos, inkl. einer Fokusführung Grund- und Menschenrechte um 16:30 Uhr

Neue Hofburg
Heldenplatz
Wien

Die Einführung bzw. Wahrung von Grundrechten gehörte bereits vor 1918 zu den zentralen Forderungen von Demokratiebewegungen. Im Rahmen dieser Fokusführung werden die wesentlichen Schritte der gesetzlichen Ausformulierungen und Verankerung von Grund- und Menschenrechten in Österreich nachvollzogen und vor diesem Hintergrund die Kämpfe von marginalisierten Gruppen um Sichtbarkeit, Anerkennung und Gleichberechtigung beleuchtet.

Dauer: ca. 60–90 Minuten


Mit der Bitte um Kenntnisnahme

Die Plattform für Menschenrechte Salzburg, bei der auch der Humanistische Verband Österreich Mitglied ist, verleiht anlässlich des Internationalen Tags der Menschenrechte am 10.12. jährlich seit 2003 die Rose der Menschenrechte.

In diesem Jahr auch deshalb etwas besonderes, weil das Netzwerk an diesem Tag sein 25. Jubiläum feiert – wie damals auch in diesem Jahr im Kapitelsaal. Alle Informationen finden Sie im Flyer anbei.  

Im Verlauf des Herbstes haben wir bereits in Form einer Social Media Kampagne, in Radiointerviews auf der radiofabrik, Filmszenen in Kooperation mit FS1, sowie Erzählcafés im Museum der Moderne zusammen mit sechs Mitgliedsorganisationen auf dieses regionale Bestehen, die Achtung eines jeden Menschen und die konstruktive Zusammenarbeit aufmerksam gemacht. 

Am kommenden Dienstag, dem 76. Menschenrechtstag, wollen wir das nun nochmal gemeinsam zelebrieren: 

  • Zuerst mit der Verleihung der Rose an vom Plenum des Netzwerks ausgewählte Menschen, die sich nicht nur in diesem Jahr besonders für Menschen, das Zusammenleben und eine gelebte Menschenrechtskultur auf Augenhöhe eingesetzt haben. 
  • Im Anschluss werden Abdullah Cetin, Vesna Kilom, Elsa Lux und Christine Nagel einige Aspekte der vergangenen zweieinhalb Jahrzehnte regionaler Menschenrechtsarbeit diskutieren. 

Durch den Abend führen Josef P. Mautner und Günther Marchner, zwei der Gründungsmitglieder des Netzwerks aus dem Jahr 1999. 

Im Anschluss liest Gianni Jovanovic aus seinem Buch „Ich, ein Kind der kleinen Mehrheit“ – organisiert von der Caritas Salzburg. Den Flyer dazu findest Du/ finden Sie ebenfalls anbei. Es gibt vegetarisches thailändisches Essen, organisiert aus dem Netzwerk, für ein gemütliches Beisammensein. 

Wir möchten Dich/Sie ganz herzlich einladen, diesen Abend und die beständige Arbeit des Netzwerkes mit und für Menschen, mit uns zusammen zu feiern. 

Ich verbleibe in bester Hoffnung und der Bitte um Rückmeldung über Deine/Ihre geschätzte Teilnahme bis 06.12.2024.

Mit menschenrechtlichen Grüßen,
Franziska Kinskofer 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert