Warum Bertha von Suttner heute unverzichtbar ist
Bildungspartner:innen der Humanistischen Akademie, eine neue Vorstellungsreihe
Den Reigen der Vorstellung der Partner:innen der Humanistischen Akademie Österreich beginnen wir heute mit der BSU, der Bertha von Suttner Privatuniversität St. Pölten. Sie bildet den Auftakt einer Reihe, in der wir jene Institutionen sichtbar machen wollen, mit denen wir gemeinsam an einer aufgeklärten, menschenfreundlichen und verantwortungsbewussten Gesellschaft arbeiten. Gleichzeitig zeigen diese Partner:innen eindrucksvoll, welche Vielfalt an Bildungsveranstaltungen in Österreich bereits stattfindet, die wir auf den Seiten der Humanistischen Akademie sammeln und vor allem visualisieren. So entsteht ein umfassender Überblick darüber, wie stark humanistische, demokratische und wissenschaftsbezogene Bildungsarbeit in Österreich bereits verankert ist.
Die Humanistische Akademie kooperiert mit einer Vielzahl engagierter Organisationen, die unsere Werte teilen und unsere Bildungsarbeit durch ihre Expertise bereichern. Diese Partnerschaften sind ein wesentlicher Bestandteil unseres Auftrags, denn sie verbinden wissenschaftliche Perspektiven, gesellschaftliche Praxis und humanistisches Engagement.
Hier eine Übersicht unserer bisherigen Bildungspartner:innen
- Amnesty International
- Berta von Suttner Privatuniversität St. Pölten
- BIZEPS Zentrum für Selbstbestimmtes Leben
- FH des BFI Wien
- füruns Zentrum für Zivilgesellschaft
- Johannes Kepler Universität Linz
- Ludwig Boltzmann Institut für Grund und Menschenrechte
- Österreichische Akademie der Wissenschaften
- Plattform für Menschenrechte Salzburg
- Teach For Austria
- Universität für angewandte Kunst Wien
- Wiener Forum für Demokratie und Menschenrechte
- ZARA Zivilcourage und Anti Rassismus Arbeit
Diese Reihe soll zeigen, wie vielfältig und stark das Netzwerk der Humanistischen Akademie ist, und wie wertvoll die Zusammenarbeit mit Partner:innen ist, die Bildung als Beitrag zu einer humaneren Zukunft verstehen.
Nun also zur BSU
Warum Bertha von Suttner uns heute bewegt, und warum die Humanistische Akademie in der BSU eine besonders passende Partnerin gefunden hat
Bertha von Suttner gehört zu denOK historischen Persönlichkeiten, deren Haltung auch über ein Jahrhundert später noch unmittelbar berührt. Ihr Einsatz für Frieden, für Aufklärung, für gesellschaftliche Verantwortung spiegelt eine Überzeugung wider, die heute wieder neu gebraucht wird. Der ORF-Topos-Beitrag macht deutlich, wie modern ihre Gedanken sind, und wie klar ihre Analyse der politischen und gesellschaftlichen Mechanismen war, die Gewalt und Spaltung begünstigen [1].
Für die Humanistische Akademie ist dies nicht nur inspirierend, sondern programmatisch. Unser Auftrag besteht darin, Menschen zu stärken, damit sie selbstbestimmt, kritisch und verantwortungsbewusst handeln können. Genau dieser Gedanke verbindet uns mit dem Vermächtnis Suttners, und genau deshalb passt die Partnerschaft mit der Bertha-von-Suttner-Universität, BSU, so gut zu unserer Arbeit.
Der Beitrag als Erinnerung daran, dass Frieden bei uns selbst beginnt
Der ORF-Beitrag zeigt, dass Suttners Friedensverständnis nicht romantisch war, sondern zutiefst praktisch. Frieden beginnt mit der Fähigkeit, sich nicht von Ressentiments steuern zu lassen, mit der Bereitschaft, andere Perspektiven zu verstehen, und mit dem Mut, gegen ideologische Verkürzungen aufzustehen.
Diese Haltung deckt sich mit zentralen Bausteinen der Humanistischen Akademie. Unser Programm vermittelt kritisches Denken, fördert rationales Urteilen und unterstützt Menschen darin, sich in komplexen gesellschaftlichen Situationen zurechtzufinden. Wir gehen davon aus, dass Frieden aus reflektierten Entscheidungen wächst, aus Empathie und aus einem Bewusstsein für die Würde jedes Menschen. Genau das zeigt Suttner in beeindruckender Klarheit.
Die BSU als Partnerin, die dieselben Fragen stellt wie wir
Die BSU vereint Wissenschaft mit gesellschaftlichem Anspruch. Ihre Studienprogramme, ihre Forschung und ihre Leitlinien kreisen um die Frage, wie Menschen unterstützt werden können, friedliche, gerechte und solidarische Gesellschaften zu gestalten [2]. Diese Ausrichtung macht sie für die Humanistische Akademie so wertvoll.
Was uns verbindet, ist nicht nur eine thematische Nähe, sondern eine grundlegende gemeinsame Haltung. Beide Institutionen arbeiten daran, Menschen zu befähigen, sich in einer komplexen Welt zurechtzufinden. Beide verstehen Bildung als Beitrag zu einer humanen, offenen Gesellschaft. Und beide sehen Aufklärung nicht als Selbstzweck, sondern als Werkzeug, das Menschen stärkt.
Warum diese Partnerschaft so überzeugend ist
Diese Kooperation trägt, weil beide Institutionen ähnlich denken und handeln. Sie trägt, weil beide überzeugt sind, dass gesellschaftlicher Wandel bei den Menschen beginnt, die ihn leben. Und sie trägt, weil beide Humanität nicht als Ideal betrachten, sondern als Aufgabe.
Die Partnerschaft fühlt sich deshalb stimmig an, weil sie auf einer tiefen gemeinsamen Überzeugung beruht, nämlich der Überzeugung, dass Bildung ein Raum sein muss, in dem Menschen wachsen können, ohne belehrt zu werden, in dem sie lernen, Verantwortung zu übernehmen, und in dem sie erleben, wie sehr Vernunft und Empathie zusammengehören.
Wie sich das im Programm der Humanistischen Akademie widerspiegelt
Unser Programm ist darauf ausgelegt, Menschen in ihrer persönlichen und gesellschaftlichen Entwicklung zu begleiten. Dazu gehören Angebote zu kritischem Denken, ethischer Orientierung, wissenschaftlichem Arbeiten und demokratischer Kultur.
Durch die Partnerschaft mit der BSU gewinnen wir zusätzliche Tiefe. Die Universität liefert wissenschaftliche Perspektiven, die unsere Bildungsarbeit weiter fundieren. Gleichzeitig bringt die Humanistische Akademie ihre Erfahrung in der öffentlichen Vermittlung und der Gestaltung von Lernräumen ein, die offen und zugänglich sind.
Gemeinsam entsteht so ein Ort, an dem Forschung und Bildung ineinandergreifen, ein Ort, an dem Menschen ermutigt werden, sich mit den großen Fragen unserer Zeit auseinanderzusetzen, nämlich mit Frieden, Gerechtigkeit, Verantwortung und Vernunft.
Perspektiven für die Zusammenarbeit
Die Partnerschaft eröffnet zahlreiche Möglichkeiten für Projekte, die sowohl wissenschaftlich als auch gesellschaftlich relevant sind, zum Beispiel Weiterbildungen, Vortragsreihen, gemeinsame Forschungsimpulse, Angebote für Multiplikator:innen oder Programme, die Menschen dazu befähigen, Konflikte konstruktiv zu bearbeiten.
All diese Vorhaben haben eines gemeinsam, sie stärken Menschen darin, sich einzubringen, sich zu positionieren und sich nicht von Krisen, Spaltungen oder ideologischen Vereinfachungen überwältigen zu lassen. Genau das ist ein Kern humanistischer Bildung.
Fazit, eine Partnerschaft, die Zukunft gestaltet
Bertha von Suttner steht für den Mut, sich einzumischen, für die Kraft der Vernunft und für das Vertrauen in die Fähigkeit des Menschen, friedlich zu leben. Die Humanistische Akademie und die BSU teilen diese Überzeugung und übersetzen sie in die Realität.
Diese Partnerschaft ist deshalb nicht nur fachlich sinnvoll, sondern menschlich überzeugend. Sie zeigt, dass Humanismus mehr sein kann als ein Wort, nämlich eine Aufgabe und eine lebendige Haltung. Und sie gibt Anlass zur Hoffnung, dass Bildung ein echter Beitrag zu einer friedlicheren Gesellschaft sein kann.
Quellen und weiterführende Links
[1] ORF, Topos, Bertha von Suttner, Beitrag auf ORF Topos, URL, https://topos.orf.at/bertha-von-suttner100
[2] Bertha von Suttner Privatuniversität, Offizielle Seite der Universität, URL, https://suttneruni.at/de/universitaet
[3] Humanistische Akademie Österreich, Offizielle Website, URL, https://humanistische-akademie.at

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