Graz 1 | Was können wir Humanist:innen in schwierigen Zeiten tun?
Die meisten von euch werden es gehört haben. Gestern Vormittag gab es an einem Grazer Realgymnasium einen Amoklauf, bei dem es zahlreiche Tote gab. Der Amokläufer, ein ehemaliger Schüler der Schule, begann nach der Tat Suizid. Österreichweit wurden dazu heute ab 10 Uhr Schweigeminuten abgehalten, um den Verstorbenen zu gedenken. Wir als Humanist:innen nahmen ebenfalls an der Schweigeminute teil, um einmal in uns zu gehen.
Dankbar dafür zu sein, dass es unseren Liebsten gut geht und weiter zu überlegen, was können wir als Humanist:innen tun?
Einige von uns sind zum Beispiel beim roten Kreuz oder bieten Betreuung in Krisenzeiten an, wie zum Beispiel unser Präsident des HVÖ Andreas Gradert. Sein Team unterstützt in solchen Situationen diejenigen, die zurückbleiben. Geschockt. Verletzt. Traumatisiert.
Solche Support Teams sind erste Anlaufstellen, wenn es um die Versorgung derer geht, die überlebt haben.

Wir alle sind gefragt uns für ein gutes Miteinander zu engagieren. Dabei reicht das Spektrum von aktiven Tätigkeiten, wie dem roten Kreuz, über dem Absolvieren eines “Erste-Hilfe” Kurses, um vor Ort für die Erstversorgung kompetent vorbereitet zu sein, bis hin zum aufmerksamen Beobachten seiner Mitmenschen. Geht es meinem Nachbarn gut? Braucht die ältere Dame gegenüber gerade Hilfe bei einer schweren Kiste?
Es reicht manchmal schon aus sich 5 Minuten für jemandem Zeit zu nehmen und einfach mal zuzuhören. Wir müssen keine Berge versetzen. Es reicht einfach aus den ersten Schritt zu tun. Wir wissen nämlich nicht, wie oft das einfache Zuhören eine größere Katastrophe verhindert hat.

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